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Ioan Holender (l.), der 19 Jahre lang die Staatsoper (r.) führte, freute sich besonders über den neuen Stadtführer
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Sightseeing anders
Ein Stück unbekanntes Wien entdecken
Wien hat einen Reiseführer mehr, und zwar einen, der die rumänischen Spuren der Stadt aufdeckt. Das Rumänische Kulturinstitut macht in dem zweisprachigen Stadtführer überraschende rumänische Entdeckungen auf Wiener Boden.
„Endlich“, war das erste Wort, mit dem Ioan Holender – ehemaliger Staatsoperndirektor und einer der bekanntesten Wiener mit rumänischen Wurzeln – das Erscheinen des Stadtführers begrüßte, und ergänzte: „Endlich ein Stadtführer, der intelligent, übersichtlich und leicht verständlich Geschichte und Gegenwart wiedergibt.“ Denn bisher wurde das „rumänische Wien“ in dieser Hinsicht eher vernachlässigt.
Rumänien – Top-Herkunftsland für WienTourismus
Die Verfasser Gabriel Kohn, Vizedirektor des Rumänischen Kulturinstituts Wien, und Peter Schubert, Historiker und Pressesprecher des Stifts Klosterneuburg, haben nun ein Werk geschaffen, das sich an WienerInnen einschließlich der rumänischen Gemeinde in Wien sowie an Gäste aus Rumänien richtet. Daher integriert auch der WienTourismus diesen Stadtführer in sein Marketingprogramm für rumänische BesucherInnen.Rumänien hat sich innerhalb des letzten Jahrzehnts mit enormen jährlichen Steigerungsraten unter die Top-Herkunftsländer katapultiert. Mit 258.000 Nächtigungen belegte es 2010 Rang elf der Nationenliste. Der Direktor des WienTourismus Norbert Kettner freut sich über den neuen Wienführer: „Er lässt rumänische BesucherInnen Vertrautes im Fremden finden, und das bewirkt eine besonders hohe Qualität in der Verbindung zwischen Gast und Destination. In unserer internationalen Werbung sagen wir gerne, dass es 1.000 Gründe für einen Wien-Besuch gibt. Für RumänInnen gibt es nun jedenfalls noch um 24 mehr.“
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Rumänische Spuren finden sich auch im Stift Klosterneuburg vor den Toren Wiens
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24 Stationen – 15 Porträts
Mit 24 Stationen und 15 Porträts von Personen, deren Bezug zu Rumänien oft überraschend sein mag, legt der alltagstaugliche Begleiter ein von der Geschichte oft übermaltes Stück Stadtgeschichte der letzten beiden Jahrhunderte frei. Die meisten erwähnten Standorte rumänischer Geschichte in Wien befinden sich im Stadtzentrum, der Weg führt aber auch in Richtung Stift Klosterneuburg oder Zentralfriedhof. Man begegnet Dichtern, Theater- und Opernstars, Denkern, Händlern, Fürsten und vielen mehr, die nach Wien kamen, um hier eine Stätte der Freiheit, Kunst und Revolte zu finden.Die Route führt zum Beispiel in die Staatsoper, wo Maria Cebotaru ihr Puder auflegte, Ioan Holender 19 Jahre lang regierte und die Richard Strauss-Favoritin Viorica Ursuleac ihre wichtigsten Jahre als Sopranistin in Wien verbracht hat. Oder zum Maria-Theresien-Platz, denn die Kaiserin war es, die die Erzählungen über Untote im rumänischen Banat endgültig begraben wollte und ihren Leibarzt Gerard van Swieten zum Verfassen seiner Abhandlung über Vampirismus veranlasste. Dieser sollte später Vorbild für den Vampirjäger Van Helsing in Bram Stokers Roman Dracula werden. Die Hauptfigur wiederum orientiert sich an dem rumänischen Fürsten Vlad III. Drăculea – in Rumänien eher unter den Namen Vlad Țepeș (deutsch „der Pfähler“) bekannt. Ein bisschen Dracula darf eben nicht fehlen in einem Stadtführer zu rumänischen Wurzeln.
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Viele WienerInnen rumänischen Ursprungs fanden ihre letzte Ruhe auf dem Zentralfriedhof
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Von „pechschwarz“ bis „imperialblau“
Das Design des Reiseführers gibt jedem Kapitel eine inhaltlich metaphorisch passende Farbe. Das Gestaltungsprinzip spiegelt die so entstandene Palette – von „pechschwarz“ über „divablond“ bis „imperialblau“ – wie durch ein Prisma und begleitet damit durch das Buch, von Person zu Person und mittels der begleitenden Stadtkarte von Schauplatz zu Schauplatz. Jede/r Leser/in trägt seinen Teil dazu bei, die rumänische Geschichte wieder sichtbar zu machen. Mittels einer beigelegten rumänischen Münze kann der goldene Rubbellack vom Buchcover gerubbelt werden, sodass die erfundenen Farbbezeichnungen gänzlich zum Vorschein kommen.Außerdem wird der gedruckte Stadtführer durch die zweisprachige Website www.rumaenischespuren.at ergänzt. Zusätzlich bietet das Rumänische Kulturinstitut ab sofort regelmäßige Führungen zum Buch an.
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Info:
Ein Stadtführer – Auf rumänischer Spurensuche durch Wien Gabriel Kohn, Peter Schubert Editura Institutului Cultural Român, Bucureşti, 2011 Zweisprachige Website zum Druckwerk: www.rumaenischespuren.at Derzeit erhältlich im Rumänischen Kulturinstitut Wien 4., Argentinierstraße 39 www.rkiwien.at in der Tourist-Info des WienTourismus 1., Albertinaplatz/Ecke Maysedergasse www.wien.info und in folgenden Buchhandlungen beim Kauf von rumänienbezogenen Artikeln rumänischer Herkunft: a.punkt www.apunktbuch.at Leporello www.leporello.at Kuppitsch www.kuppitsch.com |
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Tipp:
Walk & Talk Auf rumänischer Spurensuche durch Wien So, 20. November 2011, 11:00 Uhr So, 18. Dezember 2011, 11:00 Uhr Treffpunkt: vor dem Musikverein am Karlsplatz Das Rumänische Kulturinstitut lädt im November und Dezember zur kulturellen Spurensuche durch die österreichische Hauptstadt ein. Die Spaziergänge zeichnen das Bild überraschender rumänischer Begegnungen und Entdeckungen auf Wiener Boden. Anmeldungen bis zum 18. November, bzw. 16. Dezember unter: office@rkiwien.at oder Tel.: (01) 319 1081 Rumänische Filmtage 2011 21. bis 25. November 2011 täglich ab 18:30 Uhr 21.11., Burg Kino – Medalia de onoare Regie: Petre Cătălin Netzer, Deutschland/Rumänien, 2009 22.11., Burg Kino – Portretul luptătorului la tinereţe Regie: Constantin Popescu, Rumänien, 2010 23.11., Burg Kino – Loverboy Regie: Cătalin Mitulescu, Rumänien/Schweden, 2011 24.11., Burg Kino – Din dragoste cu cele mai bune intenţii Regie: Adrian Sitaru, Rumänien/Ungarn, 2011 25.11., MQ, Kunsthalle, Ursula Blickle Videoarchiv – Kurzfilmabend Anschließend: Rumänische Wintersounds im MQ mit DJ EmeeGrant (easy moods, graz) [Afro, Cosmic, Deep House] www.rkiwien.at/event/21-Nov/rumanische-filmtage-2011 |
(ene)
Fotos © Schletz, Wiener Staatsoper/Axel Zeininger, Gudrun Krieger
erstellt am: 2011-11-09


