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Löten im Happy Lab
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Mach es selbst!
Auch wenn die deutsche Indie-Rock-Band Tocotronic mit ihrem letzten großen Hit "Mach es nicht selbst" dagegen ansingt: DIY (Do it yourself) erlebt derzeit sein großes Revival. Ob selbstgezogene Radieschen, die Wintergarderobe oder gar die neue Küche – die Marke Eigenbau steht hoch im Kurs.
Die Beweggründe, die Dinge selbst in die Hand zu nehmen, sind vermutlich so vielfältig wie die Palette der DIY-Anleitungen breit ist. Rückbesinnung auf Ursprung und Herkunft von Produkten, die Wiederentdeckung des Handwerks, Überdruss von qualitativ minderwertiger Massenware und Konsumkritik in all ihren Facetten sind vielleicht stärker Ausschlag gebende Gründe, Dinge selbst zu produzieren, als die bloße wirtschaftliche Notwendigkeit.
Wie dem auch sei: klar ist, dass vieles ohne großen Aufwand im trauten Heim gebastelt werden kann, andere Dinge jedoch verlangen passende Gerätschaften und eine professionell ausgestattete Infrastruktur. wieninternational.at hat sich umgehört und einige Tipps zusammengetragen, wo DIY-Fans Hand anlegen können.
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Sägen, Hämmern, Schweißen - auf 180m2 gibt es im Werkimpuls viel Platz zum Arbeiten
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Die Profi-Werkstätten
Wer Schere, Klebstoff und Hammer längst hinter sich gelassen hat, den Platz und das notwendige Kleingeld für Kappsäge, T-Shirt-Karussell oder 3D-Drucker aber nicht aufbringen kann, dem empfehlen wir folgende Adressen:Das Happy Lab, Wiens erstes "Fab Lab", hat soeben sein einjähriges Bestehen gefeiert. "Fab Lab" ist kurz für "fabrication laboratory". Dahinter verbirgt sich eine offene High-Tech-Werkstatt, die unter anderem mit computergesteuerten Maschinen ausgestattet ist. Was bedeutet, dass man hier neben einer traditionellen Werkstatteinrichtung auch Geräte wie Lasercutter, Vinylcutter oder 3D-Drucker vorfindet. Und somit die Wege geebnet sind für die Herstellung des eigenen Firmenstempels oder des selbst designten Turnschuhs. Das Happy Lab versteht sich als Treffpunkt für technikinteressierte Menschen jeder Altersstufe – sich gegenseitig helfen und Wissen austauschen wird hier als Selbstverständnis vorausgesetzt. In regelmäßiger Abfolge werden Einschulungen zu den einzelnen Maschinen angeboten. Verschiedene Jahres-Mitgliedschaftsmodelle ermöglichen eine mehr oder weniger intensive Nutzung des "Fröhlichen Labors". Für Interessierte gibt es jeden Mittwoch Abend das "Open Lab" mit ErstbesucherInnen-Führung.
Im Werkimpuls, dem "Verein zur Förderung von Selbstständigkeit und Selbstorganisation durch manuelles Arbeiten" ist die Mitgliederanzahl auf etwa 15 Personen beschränkt. Bei einer zeitlichen Mindestmitgliedschaft von drei Monaten. Die meisten Mitglieder bleiben aber ohnehin länger dabei. Im Werkimpuls kann alles produziert werden, was man in einer professionell eingerichteten Werkstatt erzeugen kann, allerdings nur für den Privatgebrauch. Wer sich also immer schon mal die eigene Wohnzimmereinrichtung zimmern wollte, ist hier richtig. Anleitung dafür gibt es allerdings keine. Was ein gewisses Know How in der Planung und in der Benutzung der Maschinen voraussetzt. Interessierte schreiben am besten ein E-Mail an Werkimpuls, ein erstes Kennenlernen gibt es dann auf Einladung zum monatlich stattfindenden Plenum.
Das Viadukt ist Atelier, Siebdruckwerkstatt, Fotostudio und –labor und Ausstellungsraum in zwei Lokalen. Rund 20 Menschen aus dem Kreativbereich haben sich zusammengetan und im 19. Bezirk zwei Lokale angemietet, in denen solo oder miteinander gearbeitet wird. Immer wieder werden Siebdruck-Workshops zum Drucken auf Papier oder Textilien bzw. Fotografiekurse angeboten. Wer den Siebdruck-Einführungskurs besucht hat, kann nach Absprache die Werkstatt auch alleine nutzen.
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Professionelle Hilfe beim Schneidern bekommt man bei Madame Kury (li.); Wintermütze "Prinz Eisenherz" von umschlagplatz.at (re.)
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Die Nadeligen
Bei Nähmaschine und Stricknadel ist die Anschaffungshürde zwar nicht so groß, doch der Umgang damit bedarf einiger Übung. Wer also fachkundige Beratung in Anspruch nehmen möchte, dem empfehlen wir die folgenden Profis:Der Nähsalon Nahtlos hat diesen Herbst eröffnet. Angeboten werden hier Nähkurse und Siebdruck-Workshops in Kleingruppen zu echten Schnupperpreisen. Ideal für Individual-SchenkerInnen, die bisher keine Zeit zum Geschenke-Machen hatten: Noch in der gesamten Adventszeit werden laufend Kurse angeboten.
Brigitte Kury alias Madame Kury ist Schneidermeisterin und Schnittdirectrice. In ihrem Laden im siebten Bezirk bietet sie Nähworkshops für Kinder und Erwachsene an. AnfängerInnen sind genauso willkommen wie Fortgeschrittene. Bei der Umsetzung von Nähwünschen gibt es kaum Grenzen, sei es ein Sommerkleidchen oder eine Dudelsack-Hülle. Und wer nur mal schnell Hose oder Vorhang kürzen muss, zu Hause aber Nähmaschinen-los lebt, kommt für eine Stunde Maschinennutzung inklusive Kaffee und Fachberatung um 20 Euro vorbei.
Gute Zeiten erleben auch WollfetischistInnen: Stricken hat inzwischen sein Mauerblümchen-Image verloren und ist saisonbedingt besonders angesagt. Immer häufiger trifft man in der Öffentlichkeit auf Nadel-klappernde Strickrunden. Einfach hinkommen und mitstricken kann man zum Beispiel jeden Dienstag Abend im Lokal Muskat am Yppenplatz. An wechselnden Adressen wird jeden ersten Freitag im Monat mit den beiden Damen von umschlag gestrickt. Der Ort wird jeweils auf der Homepage www.umschlagplatz.at bekannt gegeben; auf dieser werden außerdem umschlag-Strickkreationen und Wolle zum Kauf angeboten.
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Selbstgemachte Seife - in der Kosmetikmacherei erfährt man, wie es geht
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Die Hexen-Kessel
Wer sich gern hin und wieder ein Weizenkleie-Peeling zusammen mischt, ist in der Kosmetikmacherei richtig. In den Themenkursen Haut & Haar, Lippenstift & Co, Parfum & Flakon und Seifen sieden lernt man hochwertige Naturkosmetikprodukte selbst herzustellen. In den Kursen inbegriffen ist nicht nur die Herstellung des gewünschten Produktes sondern auch jeweils ein theoretischer Teil z. B. mit Einführungen in Basismaterial-, Aroma- oder Kräuterkunde.Zahlreich und für jeden Geschmack werden Koch- und Backkurse angeboten. Unser letzter Tipp geht zwar in diese Richtung – die Ernährungsberaterinnen von Essenz bieten neben Beratungen auch Kochkurse an. Vielmehr möchten wir aber auf die Möglichkeit hinweisen, das Essenz-Kochstudio zu mieten: Zum Kochen und Essen in größerer Runde ideal, wenn man zwar gerne einladen möchte aber nicht über genügend Raum verfügt. 8 bis 14 Personen haben gemütlich Platz; frische Zutaten sind selbst mitzubringen, die Ausstattung inklusive diverser Gewürze, Öle, Tees und ähnliches ist im Preis inkludiert.
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Info:
Happy Lab – Vienna Fab Lab 2., Haussteinstraße 4/2 www.happylab.at Werkimpuls 7., Kandlgasse 15 www.werkimpuls.at Das Viadukt Atelier / Fotostudio / Fotolabor /Siebdruckwerkstatt / Büro 19., Heiligenstädterlände 15 Ausstellungsraum 19., Heiligenstädterstraße 70, Bogen 284 www.dasviadukt.at Nähsalon Nahtlos & Boutique 7., Kellermanngasse 4 www.naehsalon.at Madame Kury 7., Kaiserstraße 8 www.madamekury.com Strickrunde im Muskat 16., Yppenmarkt 92 http://yppig.wordpress.com/gruppen-stricken/ Strickrunden mit Umschlagplatz www.umschlagplatz.at Kosmetikmacherei 8., Laudongasse 4 www.kosmetikmacherei.at essen:z Kochstudio 6., Brückengasse 4 www.essenz.at Kochstudio zur Miete |
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Tipp:
Umschlagplatz Wasofil Noch keine Weihnachtsgeschenke besorgt und keine Zeit mehr zum Selbermachen? Die nächste Gelegenheit bietet der "Umschlagplatz Wasofil", ein Privatsondermarkt in einzigartiger Atmosphäre: in einer ehemaligen Lastwagenwerkstatt werden drei Tage lang auf 500m2 ausnahmslos in Wien handgefertigte Produkte (Kunst, Fashion, Design, Handwerk ...) direkt von den HerstellerInnen feilgeboten. Dazu gibt´s DJ-Musik, Kaffeebar, Quittenpunsch u.a. 17., Steinergasse 8 Do, 8.12 bis Sa, 10.12 jeweils 11.00 bis 22.00 Uhr http://wasofil.asmp.at |
(hr)
Fotos © INNOC, Werkimpuls, Madame Kury, Katharina Nopp, Valentyn Volkov/Shutterstock
erstellt am: 2011-12-07


