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Vienna´s weekly European journal

Stadt der Lebenslust

Freizeit

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Stadt der Lebenslust

Zu den Vorteilen Wiens gehört auch sein reichhaltiges Freizeitangebot. Ob es sich nun um Essen und Trinken, um Film und Kino, Erholung und Spaß im Grünen oder um die zahlreichen Sportangebote handelt: Die Stadt Wien kann richtig zum Freizeiterlebnis werden.

Eine beachtliche Ausweitung erlebte die Freizeit als Lebensbereich infolge der deutlich gestiegenen Lebenserwartung und der gleichzeitigen Reduzierung der Wochenarbeitszeit auf 40 Stunden sowie in der Verlängerung der bezahlten Urlaube. Die Bevölkerung verfügt über ausreichend Freizeit, und es kann in Wien durchaus vorkommen, dass man aufgrund der Fülle an Angeboten, ca. 1.500 Veranstaltungen pro Woche, in Freizeitstress gerät.

Ein Stress, der letzten Endes allerdings zum Wohlfühlfaktor wird. Nicht umsonst steht Wien in puncto Lebensqualität laut internationalen Studien an der Spitze. 2011 wurde Wien bereits zum dritten Mal in Folge vom Beratungsunternehmen Mercer als lebenswerteste Stadt weltweit ausgezeichnet (Quality of Life Survey/Mercer Consulting Group).

Wien ist ein ganzjähriges Freizeiterlebnis, das für jede Jahreszeit die passenden Angebote parat hat. Im Folgenden betrachten wir daher einige wenige Freizeitmöglichkeiten im Detail, als kleine Auswahl dafür, was Wien im Freizeitsegment zu bieten hat.

Prater Panorama
Eingang zu Madame Tussauds

Nervenkitzelfans und Erholungssuchende kommen im Prater gleichermaßen auf ihre Kosten; re.: auch Wien hat jetzt sein Wachsfigurenkabinett

Ältester Vergnügungspark Europas

Ein Wahrzeichen mit Mehrwert ist der Wiener Prater: Einerseits als Grüner Prater wertvolles Erholungsgebiet, andererseits als Wurstelprater mit dem Wiener Riesenrad eine Nostalgie- und Klischeezone und ein Touristenmagnet der Sonderklasse, der jährlich Millionen von zahlenden Gästen nach Wien lockt. Damit der Wiener Prater, Europas ältester Vergnügungspark, auch in Zukunft ein Wirtschaftsfaktor für die Stadt Wien und ein Freizeiterlebnis für die PraterbesucherInnen bleibt, wird zunehmend auf noch mehr Servicequalität Wert gelegt, was z. B. im allgemeinen Erscheinungsbild zum Ausdruck kommt. Auch eine stetige Weiterentwicklung des Wurstelpraters wird betrieben. Immer wieder werden neue Attraktionen und Aktionen in Betrieb genommen. Seit 2011 ist das weltberühmte Wachsfigurenkabinett Madame Tussauds das neue Highlight im Wiener Prater. Kaiser Franz Joseph und seine Sisi, Wolfgang Amadeus Mozart, Falco, Maria Theresia oder Gustav Klimt sind nur einige der heimischen Persönlichkeiten, die man auf 2.000 m² Ausstellungsfläche antrifft.

Unweit vom Wurstelprater liegt auch das Ernst-Happel-Stadion, einer der größten Spielorte der Fußball-Europameisterschaft 2008 und Austragungsort zahlreicher Mega-Konzerte.

Der Böhmische Prater

Eine weitere, wenn auch weniger bekannte Freizeitoase ist der kleine Bruder des Wiener Praters, der Böhmische Prater in Wien-Favoriten (10. Bezirk). Um 1900 stammte ein Viertel der Bevölkerung in Favoriten aus den Kronländern, vor allem aus Böhmen und Mähren. Viele davon waren beim größten örtlichen Arbeitgeber, den Wienerberger Ziegelwerken, beschäftigt. Dieser Umstand brachte ihnen den Beinamen „Ziegelböhm“ ein. Dies war auch der Grund, weshalb das Areal beim Laaer Wald „Böhmischer Prater“ genannt wurde. Besonders für Familien mit Kleinkindern empfiehlt sich ein Besuch, da zahlreiche familienfreundliche Möglichkeiten zur Auswahl stehen, um die gemeinsame Freizeit zu genießen.

Beide Prater teilen sich in einen Grünbereich und in ein Vergnügungsviertel. In Ersterem sind ausgedehnte Spaziergänge möglich, viele nutzen die Grünflächen auch zur Ausübung diverser Sportarten, in erster Linie zum Laufen, Radfahren oder für Ballspiele.

Wandern in und um Wien

Die Wiener Wandersaison hat im Herbst ihren Höhepunkt. NaturliebhaberInnen kommen auf den zahlreichen Stadtwanderwegen, Naturlehrpfaden, den "Rund-umadum“- und „Quer-durch-Wien“–Wanderwegen auf ihre Kosten. Die Donaumetropole umgibt ein nahezu geschlossener Grüngürtel, der vor 100 Jahren unter Schutz gestellt wurde. Wenige Goßstädte in Europa haben einen so hohen Grünanteil - insgesamt 20.200 Hektar, das ist nahezu die Hälfte der Stadtfläche. Die Westgrenze bildet der Wienerwald, eine Hügelkette, die die Stadt nicht nur mit Sauerstoff, sondern auch mit vielen Wanderrouten versorgt. Für einen Spaziergang durch die Weingärten auf einen der Hausberge, wie den 382 Meter hoch gelegenen Cobenzl oder den 425 Meter hohen Leopoldsberg mit einem wunderschönen Blick über die Stadt, muss man kein Wanderprofi sein.

Auch im ältesten Tiergarten Europas, dem Lainzer Tiergarten, lohnt sich eine Wanderung. Das einstige Jagdgebiet des Kaisers beheimatet Wildschweine, Rehe, Hirsche und Mufflons.

Natur pur bietet auch der Nationalpark Donau-Auen, eine der letzten großen unverbauten Flussauen Mitteleuropas. Er bietet eine einzigartige Flora und Fauna in direkter Nähe zur Großstadt Wien.

Grüne Hügel, im Vordergrund Weingarten

Wienerwald und Wiener Wein: links im Hintergrund der Kahlenberg, rechts der Leopoldsberg

Neue Donau und Donauinsel

Die Hochwasserschutzanlage etablierte sich längst als Freizeitinsel und zieht im Sommer unter der Woche täglich bis zu 10.000 Menschen an, am Wochenende bis zu 300.000. Während des jährlich stattfindenden Donauinselfestes sind es bis zu 3 Millionen Menschen. Die breite Angebotspalette der „Insel" kann sich sehen lassen. Frei zugängliche Sport- und Erholungsmöglichkeiten verteilen sich auf einer Länge von 21,1 Kilometern. Den BesucherInnen bieten sich Badebuchten mit flachen Stränden, die zum Schwimmen einladen.

Die gesamte Strecke eignet sich zum Wandern, Joggen, Radfahren und Skaten. Zusätzlich wurden zwei Grillzonen mit rund 15 Grillplätzen eingerichtet, Spielwiesen und Sportplätze wie z.B. Beachvolleyballplätze, Wasserschilift, Wasserrutsche, Surfschule, Boot- und Radverleih runden die Angebote ab. Die Insel mit dem Leuchtturm als Wahrzeichen ist auch der ideale Treffpunkt, um den Tag gemütlich und fröhlich ausklingen zu lassen. Dafür sorgen zahlreiche Gastronomiebetriebe mit internationaler Küche und Hausmannskost sowie Terrassenlokale, Cocktailbars und Diskotheken.

Baden im Freien und in Hallenbädern

„Wer Kindern Paläste baut, reißt Kerkermauern nieder“, so lautete das Motto des Wiener Sozialstadtrates Julius Tandler, der sich in der Zwischenkriegszeit bemühte, die triste Lage der Kinder Wiens zu verbessern. Dazu gehörte es, den Großstadtkindern ohne gesellschaftlichen Unterschied eine kostenlose Bademöglichkeit zu bieten. Bis heute gibt es zehn Familienbäder mit kindergerechter geringer Wassertiefe, in denen Kinder bis zum 15. Lebensjahr keinen Eintritt zahlen müssen. Dieses Angebot wird von über 20 weiteren Städtischen sowie mehreren privat betriebenen Sommer- und Hallenbädern ergänzt.

Aufgrund der einmaligen Umgebung und des großartigen Ausblicks zählt das Krapfenwaldlbad zu den beliebtesten Bädern Wiens, es liegt in einem Schwarzföhrenwald auf einer Anhöhe zwischen Grinzing und dem Kahlenberg. In diesem Bad wurde auch einer der ersten separat abgetrennten Nacktbadeplätze geschaffen. Nicht minder beliebt ist das Schafbergbad, das mit seiner Eröffnung im Jahr 1973 die Epoche der Erlebnisbäder einläutete. Das größte und beliebteste Freibad der WienerInnen, das Gänsehäufel, ist eine Insel in der Alten Donau und aufgrund der Donauregulierung entstanden. Bis heute ist das Gänsehäufel mit seinen rund 3.500 Bäumen ein einzigartiges Badeareal. Es bietet auf seinen 330.000 Quadratmetern und dem natürlichen 1.200 Meter langen Strand an der Alten Donau sowohl FKK-Gelände als auch moderne Beckenanlagen.

Schwimmhalle im Jugendstil

Mehrere Indoor-Bäder stehen SchwimmerInnen das ganze Jahr über offen – im Bild eines der schönsten: das Amalienbad im Jugendstil

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