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Wiener High-Tech für Klima- und Umweltschutz


Das ZIT Zentrum für Innovation und Technologie suchte mit dem Förderwettbewerb „Vienna Environment 2008“ Projekte aus allen Technologiebereichen zum Umwelt- und Klimaschutz im urbanen Raum. 14 Innovationen fördert die Stadt Wien mit 1,5 Millionen Euro.

„In der Verknüpfung von High-Tech und Umwelt liegt ein großes Potenzial“, versichert Vizebürgermeisterin Renate Brauner bei der Verkündung der Siegerprojekte des Förderwettbewerbs „Vienna Environment 2008“.

Das ZIT hat in den letzten Jahren im Rahmen verschiedener Calls bereits 220 Wiener Unternehmen gefördert. „Wir suchen nach Themen, die sowohl forschungs- als auch gesellschaftspolitisch wichtig sind“, erklärt ZIT-Geschäftsführerin Mag. Agnes Streissler. Und darin ist man sich einig: Klima- und Umweltschutz betrifft uns alle. Obwohl Österreich bei der Erfüllung seiner Kyoto-Ziele innerhalb der EU an drittletzter Stelle steht, nimmt die Stadt Wien durch ihr umfassendes Umwelt- und Klimaschutzprogramm immerhin eine Vorreiterrolle unter den Mittel- und Osteuropäischen Ländern ein. Ganze 2,7 Millionen Tonnen CO² spart Wien jährlich durch das Klimaschutzprogramm KliP.  

Kleine Betriebe ganz groß
Aus mehr als 40 eingereichten Projekten wurden von der internationalen Jury unter dem Vorsitz von Univ. Prof. Dr. Helga Kromp-Kolb 14 für förderwürdig befunden, wobei die drei Erstplatzierten zusätzliche Preisgelder erhalten. Die Umsetzung soll in den nächsten zwei bis drei Jahren erfolgen. Die Mehrheit der eingereichten Projekte stammt von Wiener Klein- und insbesondere Kleinstunternehmen. „Das freut mich, denn das zeigt die Innovationskraft der kleinen Unternehmen. Und die bilden ja das Rückgrat der Wiener Wirtschaft“, meint Brauner.


Renate Brauner
Agnes Streissler


Die Siegerprojekte
Auf dem dritten Platz der geförderten Projekte rangiert die Firma e7 Energie Markt Analyse GmbH mit einem so genannten „Lebenszykluskosten-Tool“. Damit haben BauherrInnen die Möglichkeit, bereits in der frühen Planungsphase die künftigen Betriebs- und Energiekosten unterschiedlicher Bauvarianten zu berechnen. An zweiter Stelle steht ein automatisches Messsystem von lauten Eisenbahnrädern von der Firma psiA-Consult Umweltforschung & Engineering GmbH. Damit geht man dem Umweltschutzfaktor „Lärm“ genau auf die Spur und vermindert zusätzlich das Sicherheitsrisiko. Sieger wurde die Einreichung der Firma Siblik Elektrik GmbH und Co KG: Dabei handelt es sich um ein innovatives Speichersystem, das eine gleichmäßige Energieversorgung mittels Photovoltaik möglich macht. Das heißt, auch wenn keine Sonne scheint, kann durch den Einsatz neuartiger Speichersysteme die Stromversorgung garantiert werden.


Juryvorsitzende Kromp-Kolb


Spezielle Anerkennungen
Während drei von den 14 geförderten Projekten einen Frauenbonus bekommen, da sie von einer Frau geleitet werden, hat sich der Routenplaner der Firma FLUIDTIME Data Services GmbH eine spezielle Anerkennung verdient: Neben der richtigen Route verrät dieses Gerät zusätzlich einen direkten Vergleich der Umweltauswirkungen, wenn man für ein und dieselbe Strecke das Auto, das Fahrrad oder öffentliche Verkehrsmittel benutzt.

Forschungsförderung durch perfekte Rahmenbedingungen
Wiens ambitioniertes Ziel ist es, Forschungshauptstadt Mitteleuropas zu werden.
Ein neuer Meilenstein in diese Richtung bedeutet die Errichtung der so genannten Marxbox, eine neue Technologieimmobilie mit Labors und Büros speziell für Unternehmen aus dem Biotechbereich. „Mit der Marxbox setzen wir unsere Strategie fort, durch die Bereitstellung maßgeschneiderter Immobilien perfekte Rahmenbedingungen für Unternehmen aus Forschung und Entwicklung zu schaffen“, erklärte Brauner beim Spatenstich.

Solarenergie
Marxbox Schicker/Brauner


ZIT Zentrum für Innovation und Technologie
1., Ebendorferstraße 4/DG
Tel.: 01/4000 86165
Fax: 01/4000 86587
office@zit.co.at
www.zit.co.at



Das Wiener Forschungsfest 2008
11. und 12. Oktober am Wiener Rathausplatz

Im Mittelpunkt steht der konkrete Nutzen von Forschung, Technologie und Innovation für die WienerInnen. Die neuesten Entwicklungen aus Unternehmen und Forschungseinrichtungen werden im Forschungszelt präsentiert. Die BesucherInnen erwartet ein abwechslungsreiches Programm zum Themenschwerpunkt „Gesundheit und Sport“.
Ein Fest für alle Wienerinnen und Wiener!
Infos unter  www.zit.co.at
(ene)
erstellt am: 2008-09-10