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Ganz Wien im Zeichen der Evolutionstheorie
Die österreichische Bundeshauptstadt Wien gedenkt in mehr als einem Dutzend Veranstaltungen der epochalen Erkenntnisse des Vaters der modernen Evolutionsbiologie Charles Darwin, der vor 200 Jahren in England geboren wurde.
Wiener Vorlesungen
Das Charles-Darwin-Jahr 2009 wurde von der Stadt Wien initiiert. Koordinator ist Univ. Prof. Dr. Hubert Christian Ehalt, Wissenschaftsreferent im Wiener Rathaus und Begründer 1987 der Wiener Vorlesungen. Im Rahmen dieser starteten die zahlreichen Veranstaltungen zum Charles-Darwin-Jahr 2009 bereits mit einem Podiumsgespräch in der Aula der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in der Wollzeile im ersten Bezirk. Thema: "Entzauberung der Welt - Beleidigung des Menschen?" Diskussionsteilnehmer waren Wiener Spitzen-Forscher. Sie zogen Bilanz, wie Darwins Evolutionstheorie heute aufgenommen, kritisch gesehen, weitergedacht wird und teils auch völlig missverstanden wurde.Prof. Ehalt: Darwin Fundament aktueller Wissenschaften
Hubert Christian Ehalt: "Darwin ist wirklich das Fundament aktueller Lebenswissenschaft". Er sei sozusagen der Riese, auf dessen Schultern die Zwerge der aktuellen Wissenschaft stünden, wie wunderbar und groß auch deren Erkenntnisse seien. "Es sind nur wenige geniale konsistente umfassende Entwürfe, die das gegenwärtige wissenschaftliche Weltbild geformt haben", so Prof. Ehalt, "Charles Darwins Evolutionstheorie ist wohl der wichtigste und heute wirksamste darunter“.Die Lehre von Charles Darwin
Der britische Naturforscher Charles Darwin (12.02.1809-19.04.1882) stellte das vordem geltende Weltbild auf den Kopf, wonach der Mensch nach dem Ebenbild Gottes als Adam und Eva geschaffen worden sei, sondern dem Tierreich in einer evolutionsbiologischen Entwicklung entstamme. Er lieferte eine naturwissenschaftliche Erklärung für die Vielfalt des Lebens. In seinem mehr als 550 Seiten starken Hauptwerk „Die Entstehung der Arten“ („On the Origin of Species“), das er vor 150 Jahren im November 1859 veröffentlichte, entwickelte er seine aus heutiger Sicht revolutionäre Erklärung, wonach alles Leben auf der Erde einen gemeinsamen Ursprung habe. Dass Organismen aber einander nicht völlig gleichen würden. Je nach Umweltbedingungen würden sich die am besten angepassten Individuen im "Kampf ums Dasein" durchsetzen. Diese Erkenntnis wird als Wendepunkt in der Geschichte der modernen Biologie und als Grundstein für die sogenannte Synthetische Evolutionstheorie angesehen.
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Univ. Prof. Dr. Hubert Christian Ehalt, Begründer der Wiener Vorlesungen
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Zahlreiche Veranstaltungen und Symposien
In Wien wird nun das Verständnis für die Evolutionstheorie von Charles Darwin in mehr als einem Dutzend weiteren Veranstaltungen, Symposien, Ausstellungen, Vorträgen und Podiumsdiskussionen vertieft.Anfang März laden die Akademie der Wissenschaften gemeinsam mit der Universität Wien und den Wiener Vorlesungen zum Symposium "Evolution - Die Grundlage für ein Verstehen des Wandels in der Welt". Im Verlauf von vier Tagen wird untersucht, wie die Evolutionstheorie sich in den verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen abbildet. Der Bogen reicht von der Neurobiologie über die Ökonomie bis zur Kunstgeschichte. Den Eröffnungsvortrag wird der renommierte Genetiker und Evolutionsbiologe Svante Pääbo halten. Kardinal Christoph Schönborn wird über "Schöpfung und Evolution - zwei Paradigmen und ihr gegenseitiges Verständnis" sprechen.
Am 17. März widmet sich dann die "Vienna Conference on Conciousness" dem Thema "Evolution des Schlafes - vom Urmenschen zum Uhrenmenschen". Fragen, die behandelt werden: "Warum schlafen?" oder "Schläft Wien anders". Eine Ausstellung im öffentlichen Raum lässt den Betrachter ab Mai auf den Spuren Darwins wandeln. Auf Litfasssäulen und City-Light-Vitrinen wird seine Reise mit dem Forschungsschiff "Beagle" nachvollzogen sowie Leben und Werk Darwins vorgestellt. Die Reise beginnt vor dem Naturhistorischen Museum, führt über den Schottenring und die Freyung zurück bis vor das Völkerkundemuseum.
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Charles Darwin und seine erste Skizze 1837 der Idee vom Stammbaum des Lebens
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Eine Antwort auf das von Charles Darwin entdeckte Zusammenspiel von Mutation und Selektion wird in einer interdisziplinären Universitätstagung versucht, die unter dem Motto "Homo Sociobiologicus - Evolution der Kooperation beim Menschen" steht. Ziel ist ein interdisziplinär vernetztes Wissen über die Evolution und unser Leben auf dem Stand der Forschung in einer modernen Demokratie.
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Links:
Charles Darwin Gesammelte Werke online Rk Wiener Vorlesungen: http://www.wien.gv.at/multimedia/wienervorlesungen/index.htm http://www.wien.gv.at/kultur/abteilung/vorlesungen/ http://www.dieuniversitaet-online.at/beitraege/news/darwin-jahr-2009/10.html http://wien.orf.at/stories/341702/ http://oe1.orf.at/programm/darwin/ Wiener Vorlesungen: Kulturabteilung der Stadt Wien, Wissenschafts- und Forschungsförderung (MA 7) Planung und Koordination: Univ.-Prof. Dr. Hubert Christian Ehalt http://www.wien.gv.at/kultur/abteilung/vorlesungen/ehalt.html Organisation: Susanne Strobl Friedrich Schmidt-Platz 5 A, 1082 Wien Telefon: (+43 1) 4000-88741, oder -88744 E-Mail: post@vorlesungen.wien.at Publikationen Archiv |
(fhe)
erstellt am: 2009-02-18


