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Riesenrad

Mercer Studie 2009 - Wien Stadt mit höchster Lebensqualität weltweit



Wien ist erstmals die Stadt mit der höchsten Lebensqualität auf der ganzen Welt. Neben Bestnoten für Sicherheit und Stabilität verdankt dies Wien noch verbesserten Angeboten an Wohnraum, Freizeit, Erholung und Kultur.

Wien ist 2009 die Stadt mit der weltweit höchsten Lebensqualität. Dies ist das Ergebnis der Mercer-Lebensqualitätsstudie 2009. Genf behält seinen dritten Platz, Vancouver und Auckland teilen sich gemeinsam Rang vier. Wien hat sich in den vergangenen Jahren immer um einen Platz verbessert. 2007 lag Wien noch auf Platz drei, im Vorjahr gemeinsam mit Genf an zweiter Stelle.

Neu ist nun, dass Wien 2009 erstmals bei der Lebensqualität weltweit an der Spitze liegt und dabei Zürich nach acht Jahren von der Führung verdrängt und auf Rang zwei verweist. Zürich sei zwar nicht geringer bewertet worden als früher und habe sich auch nicht verschlechtert, Wien habe aber deutlich zugelegt und einen knappen Vorsprung an der Weltspitze herausgeholt, sagte Christa Zihlmann, International Mobility Manager von Mercer dem Zürcher „Tagesanzeiger“. Wien habe seine Führungsposition vor allem wegen einem besseren Angebot an Wohnungen und Häusern stärken können. Weiter kräftig zugelegt habe Wien auch im Bereich «Recreation», mit dem das Angebot an Theatern, Kinos, Freizeit und Kultur beurteilt wird.

Brauner: "Willkommen in der lebenswertesten Stadt der Welt"
Wiens Vizebürgermeisterin, Wirtschafts-Stadträtin Renate Brauner begrüßte die Kür Wiens zur Stadt mit der höchsten Lebensqualität weltweit enthusiastisch. Bei einer Pressekonferenz hieß sie Journalisten "willkommen in der lebenswertesten Stadt der Welt". Dies sei eine große Auszeichnung für jede Wienerin und jeden Wiener, so Brauner. Vor allem das breit gefächerte und gute Angebot am Wohnungsmarkt dürfte diesmal für den ersten Platz ausschlaggebend gewesen sein, sagte sie. Renate Brauner sieht durch die neueste Mercer-Studie 2009 die Politik der Stadt Wien bestätigt und international anerkannt. Die Züricher seien faire Verlierer, betonte sie. Zürich habe Wien bereits zur weltbesten Lebensqualität gratuliert.


Schönbrunn
Renate Brauner


Sicherheit und Stabilität
Ausschlaggebend für die Welt-Führung von Wien bei der Lebensqualität waren laut Mercer-Studie vor allem Verbesserungen im politischen und sozialen Umfeld. Wien sei acht Jahre nach den EU-Sanktionen gegen Österreich "als stabile Demokratie mit funktionierendem und anerkanntem Rechtssystem" eingestuft worden. Höchstnoten habe Wien daher für die politische Situation und die Sicherheit bekommen. In den vergangenen zehn Jahren habe es in Wien keine Terroranschläge gegeben.


Bestnoten in der Finanzkrise
Wien schneidet auch bei der Beurteilung in puncto Kosten für Auslandsmitarbeiter in Wiener Headquarters hervorragend ab. Slagin Parakatil, Senior Researcher bei Mercer: “Als Ergebnis der derzeitigen Finanzkrise überdenken nun multinationale Konzerne ihre Auslandsentsendungspolitik besonders im Hinblick auf Kosteneinsparungen.” Mercer hat auch dazu ein Bewertungs-Ranking erstellt. Danach richten internationale Konzerne Auslandszulagen für Entsandte aus. Kriterien reichen von politischer, sozialer und wirtschaftlicher Stabilität über Sicherheit bis zu einem funktionierenden Gesundheitswesen, sauberer Umwelt, viel Grün, Top-Schulen, attraktiven öffentlichen Verkehrsmitteln, schnellem Internet sowie zu Super-Angeboten bei Kultur, Erholung und Freizeit. Ergebnis: die Weltwirtschaft ist auch mit günstigen Kosten für Wien-Mitarbeiter bestens bedient.


Einziger Wermutstropfen
Bei einem extra ausgewiesenen Infrastruktur-Ranking belegt Wien nur Platz 18. Die Spitzenränge halten bei der Infrastruktur Singapur (bei Lebensqualität Platz 26), München (Platz 7) und Kopenhagen (Platz 11). Ermittelt wurde die beste Infrastruktur nach Stromversorgung, Wasserverfügbarkeit, Telefon- und Postleistungen, öffentlicher Verkehr, Verkehrsbelastung und Anzahl internationaler Flüge. Renate Brauner zum 18. Rang Wiens bei der Infrastruktur: die Studie sei stark von der Meinung von Managern geprägt. Diese könnten sich auch darüber beschweren, dass es zu wenige internationale Flüge von und nach Wien gebe. Dies liege jedoch außerhalb des Einflussbereiches der Stadt Wien, so Brauner.

Osteuropa holt auf
Laut Mercer-Studie 2009 haben viele osteuropäische Länder und Städte ihre Lebensqualität verbessert. Einige neue EU-Staaten haben ihre Position seit  2004 durch höhere Stabilität, gestiegenen Lebensstandard und mehr internationale Konsumgüter konstant ausgebaut. Ljubljana konnte um vier Plätze zulegen und rangiert nun auf Platz 78. Bratislava rückte 3 Plätze auf Rang 88 vor. Zagreb machte ebenfalls 3 Plätze gut und belegt nun Platz 103.

Bewertungs-System
Der Beratungs- und Investment-Konzern Mercer erstellt jährlich eine weltweite Vergleichsstudie über die Lebensqualität in 215 großen Metropolen der Welt. Vergleichsbasis ist New York. Bewertet wurden 39 Kriterien wie die wirtschaftliche Situation, Sicherheit, Gesundheitsversorgung, öffentlicher Verkehr, Einkaufsmöglichkeiten, Wohnen, intakte Umwelt sowie Top-Angebote an Kultur, Schulen, Erholung und Freizeit. Die Stadt mit der niedrigsten Lebensqualität ist laut Studie wie schon im Vorjahr Bagdad.



Alte Donau
Heuriger


Mercer

Mercer ist eine der weltweit größten Beratungs- und Investment-Firmen. In 41 Ländern und 180 Städten beschäftigt das Unternehmen mehr als 17.000 MitarbeiterInnen. Der Umsatz des Unternehmens liegt bei jährlich rund 2,9 Mrd. US-Dollar. Mercer ist ein Tochterunternehmen der börsennotierten Beratungsgruppe Marsh & McLennan. Dieser Konzern setzte 2006 rund 11 Mrd. US-Dollar um.

In Wien erwirtschaftete die Mercer (Austria) GmbH im Jahr 2006 mit 18 MitarbeiterInnen einen Umsatz von rund 2,1 Mio. EUR. Mercer betreut in Österreich rund 800 Kunden, darunter zahlreiche Top-100-Unternehmen des Landes.


Info:
Mercer (Austria) GmbH
Gumpendorfer Strasse 11-13 
A-1060 Wien
http://www.mercer.at





(fhe)
erstellt am: 2009-05-06