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Neben den Gastgärten in der Fußgängerzone gilt als Favorit der Bukarester das Lokal „La Motoare“ („Zu den Motoren“) auf dem Dach des Bukarester Nationaltheaters
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Im Sommer erwacht Bukarest erst am Abend
Ab Mitte Juni wird es in Bukarest zusehends ruhiger. Die meisten Bukarester fahren auf Urlaub. Tagsüber liegt die Stadt im Tiefschlaf – teilweise auch wegen der fast unerträglichen Außentemperatur – doch gegen Abend erwacht Bukarests Atmosphäre wieder zum Leben.
Die Schanigärten und Terrassen sind gegen 20.00 Uhr voll, ganz egal, ob es ein normaler Arbeitstag oder am Wochenende ist. Das Angebot im Zentrum der Stadt ist wirklich groß, nichtsdestotrotz haben die Bukarester ihre sommerlichen Lieblingsplätze.
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Großer Beliebtheit erfreuen sich im Sommer großzügige Parkanalgen wie der Herăstrău Park oder der Cișmigiu Park
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Wo gehen wir heute Abend aus?
La MotoareAls unbestrittener Favorit der Bukarester gilt das Lokal „La Motoare“ („Zu den Motoren“) auf dem Dach des Bukarester Nationaltheaters. Nicht alle lieben es, doch jeder Bukarester zwischen 17 und 35 Jahren hat die Terrasse wenigstens einmal ausprobiert. Bekannt ist der Ort vor allem für die lockere Atmosphäre. Auch wenn keine Tische mehr frei sind, findet man fast sicher noch irgendwo ein Plätzchen, wo man sich dazuquetschen kann. Dann sind da noch das Bier, die traditionellen „mici“ (rumänische Würstchen), die Wandmalereien und die gute Musik in erträglicher Lautstärke, die „La Motoare“ zu einem beliebten Ort machen. An bestimmten Abenden finden hier auch Filmvor- und Theateraufführungen statt.
Cafeneaua Actorilor
Das „Cafeneaua Actorilor“ („Das Kaffeehaus der Schauspieler“) befindet sich direkt neben dem Bukarester Operettentheater. Beliebt ist das Lokal für die ausgezeichneten Pizzen und Salate sowie auch wegen seiner zentralen, leicht erreichbaren Lage.
Fußgängerzone im alten Stadtkern
Die Bukarester Altstadt (um die Lipscani-Straße) wird schon seit längerer Zeit renoviert. Eine der ersten Straßen, deren Sanierung fertig gestellt wurde, ist die Smârdan-Straße, die seit vorigem Jahr für die Bukarester zu einem beliebten Treffpunkt geworden ist. Die Fußgängerzone verwandelt sich im Sommer zu einem einzigen riesigen Schanigarten, dessen Tische nicht mehr zum dazugehörigen Lokal zugeordnet werden können - was aber niemanden kümmert, der schon einmal einen freien Tisch ergattert hat. Zur Gesamtatmosphäre tragen auch die Straßenlaternen bei, die ab Einbruch der Dunkelheit ein wenig vom Bukarester Flair der 20er und 30er Jahre verbreiten.
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Ab ins Grüne
Wer Lust auf einen Spaziergang hat oder ein wenig Sport im Grünen treiben möchte, muss dazu nicht unbedingt die Stadt verlassen. Die zahlreichen Bukarester Parks sind eine gute Alternative:
Herăstrău Park
Wenn es um Rollschuhlaufen oder Radfahren geht, ist der mit rund 110 Hektar größte Herăstrău Park im Norden Bukarests der Favorit bei den Stadtbewohnern. Aber auch ein ruhiger Spaziergang oder eine romantische Bootsfahrt auf dem Herăstrău See sind hier zu empfehlen.
Cişmigiu Park
Der mit seinen 16 Hektar weit kleinere Cișmigiu Park hat seinen eigenen Charme. Er war der erste öffentliche Garten in Bukarest und wurde nach dem Vorbild der englischen Parks angelegt. Seine zentrale Lage ist von wesentlichem Vorteil. Entspannen kann man sich schon allein beim Durchqueren des Parks. Er eignet sich aber auch für einen Spaziergang oder ein Stündchen auf der Parkbank, im Gras oder in einem der Schanigärten. Der See inmitten des Parks lädt mit seiner prachtvollen Aussicht zu einer Bootsfahrt ein. Für die Bukarester ist „ihr Cișmigiu“ also das grüne Herz der Stadt.
Was meinen die jungen Bukarester?
Lavinia Godeanu (Sprachkursreferentin, 28 Jahre): „Mir gefällt das „La Motoare“ wegen seiner einzigartigen, stressfreien Atmosphäre. Hier kann man mit anderen Leuten tratschen und dabei die Alltagsprobleme vergessen. Dann gibt es noch das Teehaus „La Metoc“, wo man im schattigen Garten Tee und Kuchen bekommt. Besonders empfehlenswert an heißen Sommertagen!Paula Butmaloiu (Assistant Managerin, 25 Jahre): „Das „La Motoare“ – weil es zentral und unter freiem Himmel liegt, und weil es eine gute Küche hat. Dann wären da noch der „Clubul Țăranului“ mit seinen Konzertaufführungen und der Herăstrău Park zum Spazierengehen.“
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Das „La Motoare“ zählt aufgrund seiner guten Atmosphäre zu den beliebtesten Lokalen der Stadt
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Smaranda Câmpeanu (Studentin, 21 Jahre): „Mir und meinen Freunden gefällt das entlegene „Baraka“ am Eingang zum Herăstrău Park. Es ist schattig, komfortabel und recht preisgünstig. Dann kann ich den Floreasca-Park empfehlen, oder den nördlichen Teil des Herăstrău-Parks, der ein wenig naturbelassener ist. Wenn wir aber Lust auf etwas Vornehmeres haben, dann gehen wir zu Chocolat, zu Cafepedia oder ins Cafe Galleron auf der Piaţa Romană.“
Axel Moustache (Schauspieler, 28 Jahre): „Wenn ich den Sommer über in Bukarest bleiben muss, mache ich am Abend meistens Sport oder gehe im Herăstrău Park spazieren. Was man aber in Bukarest im Sommer machen kann, ist - für mich zumindest - nicht vergleichbar mit dem, was man am Meer oder in den Bergen machen könnte.“
(compress bukarest/rl)
erstellt am: 2009-06-24

