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"Ein Zeichen für den Frieden": 14 Tonnen Messing, Edelstahl und Titan als Kunst-Ummantelung für die "stari most" (Alte Brücke) von Mostar
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Österreichische Kunstinstallation für Mostar-Brücke
Der österreichische Architekt und Bildhauer Michael Pühringer will die weltberühmte Brücke in Mostar 2008 für zehn Monate mit einer 14 Tonnen schweren Stahlkonstruktion überbauen. Das Projekt „Peace Connection Mostar 3000“ soll ein Zeichen des Friedens setzen und an die Zerstörungen im Bosnien-Krieg 1992-95 erinnern.
Unesco-Weltkulturerbe
Die alte Brücke in der bosnisch-herzegowinischen Stadt Mostar, seit 2005 Unesco-Weltkulturerbe, wurde vom türkischen Baumeister Mimar Hajrudin im Jahr 1566 erbaut und gilt als eines der berühmtesten Kulturdenkmäler auf dem Balkan. Am 9. November 1993 wurde sie von bosnisch-kroatischen Truppen während des Bosnien-Krieges (1992-95) völlig zerstört.Nach Originalplänen rekonstruiert
Nach dem Krieg wurde die Brücke in mühevoller Kleinarbeit wiederaufgebaut. Dabei wurde nach den Originalplänen und der ursprünglichen Bauweise vorgegangen. Viele Originalteile der Brücke, die aus dem Fluss Neretva geborgen wurden, sind in die neue Bausubstanz eingefügt. Die „neue“ alte Brücke von Mostar konnte 2004 fertig gestellt werden und verbindet wieder die beiden Ufer wie schon fast fünf Jahrhunderte zuvor.„Wiederaufbau war nicht genug“
Auf den österreichischen Architekten und Bildhauer Michael Pühringer hat die Brücke als Bauwerk schon lange vor dem Krieg eine große Faszination ausgeübt. Mit 28 Metern Spannweite war sie eine der größten Brücken sowie ein Meisterwerk der Baukunst ihrer Zeit. „Es war für mich klar, dass nach der gewaltsamen Zerstörung der Brücke es nicht einfach bei dem Wiederaufbau bleiben kann, da es ein falsches Bild vermittelt, nämlich die Wunden des Krieges zu leugnen und somit deren Verdrängung“, sagt Pühringer.14 Tonnen schwere Kunstinstallation
Er entwarf eine 14 Tonnen schwere Konstruktion aus Messingplatten, Edelstahlrohren und Titanelementen, die voraussichtlich 2008 für zehn Monate installiert wird. Das Projekt wird von österreichischen Sponsorfirmen finanziert. Ausstellungen zum Projekt wurden erfolgreich in Zagreb, Sarajevo, Belgrad, Athen, Istanbul, Mostar, Stockholm und Wien gezeigt.„Europa braucht Brücken“
Unterstützt wird das Projekt von Bundespräsident Heinz Fischer und der österreichischen Bundesregierung. Der Sonderkoordinator des Stabilitätspaktes für Südosteuropa Erhard Busek hat sich auch besonders für die Realisierung eingesetzt: „Das Europa von heute braucht Brücken, die Grenzen überwinden. Die „Peace Connection Mostar 3000“ ist ein Symbol dafür“, sagte Busek.
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Mit dem "Peace Award" 2005 des Zentrums für Frieden und multiethnische Zusammenarbeit in Mostar ausgezeichnet: Der ehemalige österreichische Außenminister Alois Mock
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„Mostar Peace Award“
Eine Kleinskulptur der Ummantelung der Brücke wird seit 2004 vom Zentrum für Frieden und multiethnische Zusammenarbeit in Mostar als „Peace Award“ verliehen. Die bisherigen Preisträger sind der ehemalige tschechische Präsident Vaclav Havel und der ehemalige österreichische Außenminister Alois Mock.Siehe auch: Die Brücke von Mostar in Wien
| Link-Tipp |
| Peace Connection Mostar 3000 Zentrum für Frieden in Mostar (eng.) |
(as)
Fotos © Peace Connection Mostar 3000
erstellt am: 2006-12-06

