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WWTF-Leiter Michael Stampfer; Wiener Bürgermeister und WWTF-Präsident Michael Häupl | ||
“Alles beginnt mit Grundlagenforschung“
Der Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF) feierte Anfang Oktober sein fünfjähriges Jubiläum. Wiens Bürgermeister Michael Häupl kündigte eine Verdreifachung der WWTF-Mittel bis zur 10-Jahres-Feier an.
Stiftungsprofessuren
Der WWTF wurde 2002 gegründet, um Spitzenforschung in Wien zu fördern und die Stadt sowohl für Unternehmen als auch für internationale WissenschaftlerInnen attraktiv zu machen. Bisher wurden bereits fast 32 Millionen Euro an Fördermitteln vergeben. Ein besonderer Schwerpunkt ist die Förderung von Stiftungsprofessuren. So werden für das Jahr 2007/2008 insgesamt sechs Millionen Euro für vier neue Professuren in den Bereichen Life Sciences und Kognitionsforschung bereit gestellt.Zwei Professuren aus dem Life Sciences-Bereich sollen sich verstärkt der experimentellen Biologie widmen, während die Professuren für Kognitionsforschung zu Fragen von Bewusstsein und Gedächtnis sowohl vom molekularbiologischen als auch vom Aspekt der Psychologie oder Linguistik neue Antworten geben sollen.
„Mathematik und ...“
Bei Projekt-Ausschreibungen setzt der WWTF verstärkt auf Grundlagenforschung in Verbindung mit anderen Wissenschaftsgebieten. Eines der Schwerpunkte ist Mathematik. Im Rahmen des nunmehr zweiten Calls „Mathematik und ...“ wurden zehn Projekte aus den vier Bereichen Life Sciences, Physik, Ingenieurs- und Wirtschaftswissenschaften ausgewählt. Die gesamte Fördersumme beträgt 4,5 Millionen Euro. Mit diesem Call soll der Stellenwert Wiens als Stadt der Mathematik gefestigt werden, besonders da es international kaum vergleichbare Programme gibt. Neben der angewandten Mathematik gehört Life Sciences und „Science for creative industries“ zu den Schwerpunkten des WWTF.
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Striktes Auswahlverfahren
„Der WWTF fördert wenige Projekte mit mehr Mitteln. Interdisziplinäre Zusammenarbeit und höchste Qualität der Projekte stehen im Mittelpunkt unserer Tätigkeit.“ So beschreibt WWTF-Leiter Michael Stampfer die Arbeit des Fonds. Dabei wird nach einem strikten Auswahlverfahren vorgegangen. „Jedes Projekt durchläuft fünf bis sechs Evaluierungen, beginnend mit einer internationalen Jury bis zu internationalen FachgutachterInnen“, betonte Stampfer.„Nachhaltig gehandelt“
Bürgermeister Michael Häupl würdigte den WWTF bei der Jubiläumsfeier im Wiener Rathaus als einen der effizientesten Wissenschaftsfonds. „Nur acht Prozent der Mittel werden für die Verwaltung verwendet. Mit der Gründung des WWTF haben wir gut und richtig gehandelt, denn wir haben nachhaltig gehandelt. Die letzten fünf Jahre waren gut für die wissenschaftliche Entwicklung der Stadt und ihrer Universitäten“, sagte Häupl und betonte die Bedeutung der Grundlagenforschung als Anfang der Entwicklung neuer Technologien und Erkenntnisse. Er kündigte auch die Verdreifachung der Finanzmittel für den WWTF in den nächsten fünf Jahren an.Die Finanzierung des WWTF wird durch eine private Bankenstiftung sichergestellt. In Ländern wie den USA, Großbritannien oder Deutschland eine übliche Praxis, ist diese Art der Finanzierung für Wissenschaft und Forschung in Österreich einzigartig.
Siehe auch: Interview mit Dr. Stampfer - So wird Spitzenforschung verstärkt
| Link-Tipp |
| Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds |
(as)
Fotos © Gerhard Heller
erstellt am: 2007-10-10



