Ball in Bukarest
Ball in Bukarest

Sofia und Bukarest im Dreiviertel Takt


Die Wiener Balltradition hat sich auch in den neuen EU-Ländern durchgesetzt. Mit Wiener Beteiligung dienen sie auch zum internationalen Networking. Im Februar wurde in Sofia und Bukarest das Tanzbein zum Dreivierteltakt geschwungen.

"Alles Walzer!" hieß es zum dritten mal in Bukarest. Über 800 illustre Gäste, darunter Prof. Erika Stubenvoll, Zweite Präsidentin des Wiener Landtages, und der Bukarester Oberbürgermeister Adriean Videanu erfreuten sich im Rumänischen Parlamentspalast an typisch Wienerischem. Leitmotiv des Abends waren die Worte von Botschafter Eichtinger und Prof. Stubenvoll, die beide an das österreichische Sprichwort erinnerten: "Wenn etwas zum 3. Mal stattfindet, dann ist es Tradition". Die Musik des Wiener Schönbrunner Schloßorchesters garantierte für eine beschwingte Ballnacht.

Der Erlös des Balles kommt einem humanitären Zweck zugute, so auch in Sofia.

Wiener Balltradition
Der erste Wiener Ball in Sofia fand am 8. Jänner 1880 statt. Er wurde im Fürstenpalais für die neue Sofioter Elite organisiert. Die Balltradition in Sofia wurde 1996 zu neuem Leben erweckt und man begann wieder, Walzer zu tanzen.

Der achte Wien Ball in Sofia wurde auch heuer traditionell vom Wiener Club organisiert und fand unter der Schirmherrschaft des bulgarischen Finanzministers Plamen Oresharski und des Botschafters der Republik Österreich Dr. Klaus Fabjan statt.

Unter den 350 Gästen, welche den glanzvollen Event im Sofioter Sheraton Hotel besuchten, war eine hochkarätige Delegation der Stadt Wien unter der Leitung von Frau Vizebürgermeisterin Renate Brauner. Neben vielen Diplomaten haben auch Vertreter großer bulgarischer und österreichischer Unternehmen den Ball besucht.

Intensive Arbeitsgespräche

Die Wiener Delegation nutzte den Besuch in der bulgarischen Hauptstadt für ausführliche Arbeitsgespräche. So im Sofioter Rathaus mit Minko Gerdschikov, Vizebürgermeister für Finanzen, Velisar Stoilov, Vizebürgermeister für Verkehr und Kommunikation, und Maria Bojadzhijska, Vizebürgermeisterin für Umwelt. Konkret wurde über eine enge Kooperation in den Bereichen Wirtschaft, Umweltschutz und EU-Projekte gesprochen. Vizebürgermeisterin Brauner betonte, dass die EU eine Gemeinschaft der Kommunen sei und diese Tatsache wahrgenommen werden müsse. Die Städte müssten einen stärkeren Einfluss bekommen und der Wiener Bürgermeister Dr. Häupl, der auch Präsident des Rates der Gemeinden und Regionen Europas (RGRE) ist, setze sich ständig dafür ein.


Ball in Bukarest
Ball in Bukarest


Es fand auch ein Treffen zwischen den Vertretern der Wiener Energieunternehmen, den Siemens Firmen für Gebäudemanagement und Straßenbeleuchtung sowie Herrn Tasko Ermenkov, Direktor der Bulgarischen Agentur für Energieeffizienz statt. Herr Ermenkov informierte die Wiener Gäste eingehend über das rechtliche, administrative und wirtschaftliche Umfeld von Investitionen in Energieeffizienz und Nutzung erneuerbarer Energiequellen. Herr Ermenkov und Herr Dr. Rotter, Geschäftsführer der Siemens Gebäudemanagement, verblieben damit, gemeinsame Seminare in Bulgarien zu Fragen der Energieeffizienz in Gebäuden zu veranstalten.

Sofia besucht Wien

Herr Direktor Schindelar von der Fernwärme Wien lud die Kollegen aus Sofia zu einem Besuch in der Fernwärme Wien im April ein. Bei diesem Besuch wollen die Sofioter Kollegen konkrete Eindrücke von Organisation, Planung und Umsetzung neuer Projekte in der Fernwärme Wien gewinnen. Außerdem wollen sie Näheres über das Wiener Know-how im Bereich Betreuung und Öffentlichkeitsarbeit mit den Fernwärmekunden erfahren.
(compress sofia/bukarest)
erstellt am: 2008-02-26