Wien gewinnt aus Müll saubere Energie
Zwei von Europas modernsten Abfallverwertungsanlagen werden derzeit in der österreichischen Bundeshauptstadt Wien in Rekordzeit gebaut und sollen innerhalb der nächsten zwei Jahre ihren Betrieb aufnehmen.
Beide Anlagen, eine Müllverbrennungs- und eine Biogasanlage, entstehen im Umweltzentrum Simmering. Die Müllverbrennungsanlage (MVA Pfaffenau) soll 2007 fertig sein, die neue Biogas Wien 2008. In beiden wird wertvolle, saubere Energie gewonnen.
Die Biogas Wien wird in der ersten Ausbaustufe bis zu 17.000 Tonnen biogenen Müll umweltfreundlich in Energie umwandeln; in der zweiten soll diese Jahresmenge verdoppelt werden. In der neuen Müllverbrennungsanlage wird die Stadt Wien aus rund 250.000 Tonnen Restmüll saubere Energie gewinnen.
Impulse für Wiener Wirtschaft
Beide Projekte werden die Wiener Wirtschaft weiter beleben. Die Gesamtinvestitions-Summe beträgt 235 Millionen Euro. Während des Baues finden rund 750 Menschen Beschäftigung. Nach Fertigstellung werden in beiden Hightech-Anlagen etwa 50 Dauerjobs gesichert sein.
Vermeiden - Trennen - Verwerten
Oberste Priorität hat in Wien bei der Abfallentsorgung die Müllvermeidung. Dazu wurden zahlreiche Projekte und Fördermaßnahmen entwickelt, die dazu beitragen, dass den Bewohnern von Wien der Mist nicht über den Kopf wächst. Das System funktioniert so, dass sich Müll, der sich nicht vermeiden lässt, getrennt gesammelt und nach Möglichkeit wieder verwertet wird.
Dies geschieht vor allem über 385.000 Müllbehälter für Restmüll, Altpapier, Altglas oder Bioabfälle, 19 Mistplätze sowie 53 Problemstoff-Sammelstellen. Aus Abfall, der sich nicht mehr verwerten lässt, wird dann noch wertvolle Energie gewonnen.
Fernwärme für 50.000 Haushalte
Mit Jahresbeginn 2009 darf in Wien kein unbehandelter Restmüll mehr deponiert werden. Daher baut die Hauptstadtverwaltung die Müllverbrennungsanlage Pfaffenau, um sicher zu stellen, dass Restmüll nicht ungenutzt deponiert, sondern in wertvolle Energie umgewandelt wird.
Ab Herbst 2008 werden aus 250.000 Tonnen Müll jährlich etwa 65 Gigawattstunden (Gwh) Strom und 410 Gigawattstunden (Gwh) Fernwärme gewonnen. Damit können rund 50.000 Wiener Haushalte mit Fernwärme und etwa 5.300 auch mit Strom versorgt werden. Die Energie für den Betrieb der Anlage wird von dieser selbst erzeugt. Sie erfüllt EU-weit strengste Umweltgesetze.
Eine vierstufige Rauchgasreinigung sorgt für niedrigste Emissionswerte, die etwa bei Staub um 90% unter dem erlaubten Grenzwert liegen. Der Wert bei Schwefeldioxid (SO2) wird sogar um 95% unterschritten. Durch eine Kraftwärmekopplung liegt der Wirkungsgrad der Anlage bei hohen 76%.
Beide Anlagen, eine Müllverbrennungs- und eine Biogasanlage, entstehen im Umweltzentrum Simmering. Die Müllverbrennungsanlage (MVA Pfaffenau) soll 2007 fertig sein, die neue Biogas Wien 2008. In beiden wird wertvolle, saubere Energie gewonnen.
Die Biogas Wien wird in der ersten Ausbaustufe bis zu 17.000 Tonnen biogenen Müll umweltfreundlich in Energie umwandeln; in der zweiten soll diese Jahresmenge verdoppelt werden. In der neuen Müllverbrennungsanlage wird die Stadt Wien aus rund 250.000 Tonnen Restmüll saubere Energie gewinnen.
Impulse für Wiener Wirtschaft
Beide Projekte werden die Wiener Wirtschaft weiter beleben. Die Gesamtinvestitions-Summe beträgt 235 Millionen Euro. Während des Baues finden rund 750 Menschen Beschäftigung. Nach Fertigstellung werden in beiden Hightech-Anlagen etwa 50 Dauerjobs gesichert sein.
Vermeiden - Trennen - Verwerten
Oberste Priorität hat in Wien bei der Abfallentsorgung die Müllvermeidung. Dazu wurden zahlreiche Projekte und Fördermaßnahmen entwickelt, die dazu beitragen, dass den Bewohnern von Wien der Mist nicht über den Kopf wächst. Das System funktioniert so, dass sich Müll, der sich nicht vermeiden lässt, getrennt gesammelt und nach Möglichkeit wieder verwertet wird.
Dies geschieht vor allem über 385.000 Müllbehälter für Restmüll, Altpapier, Altglas oder Bioabfälle, 19 Mistplätze sowie 53 Problemstoff-Sammelstellen. Aus Abfall, der sich nicht mehr verwerten lässt, wird dann noch wertvolle Energie gewonnen.
Fernwärme für 50.000 Haushalte
Mit Jahresbeginn 2009 darf in Wien kein unbehandelter Restmüll mehr deponiert werden. Daher baut die Hauptstadtverwaltung die Müllverbrennungsanlage Pfaffenau, um sicher zu stellen, dass Restmüll nicht ungenutzt deponiert, sondern in wertvolle Energie umgewandelt wird.
Ab Herbst 2008 werden aus 250.000 Tonnen Müll jährlich etwa 65 Gigawattstunden (Gwh) Strom und 410 Gigawattstunden (Gwh) Fernwärme gewonnen. Damit können rund 50.000 Wiener Haushalte mit Fernwärme und etwa 5.300 auch mit Strom versorgt werden. Die Energie für den Betrieb der Anlage wird von dieser selbst erzeugt. Sie erfüllt EU-weit strengste Umweltgesetze.
Eine vierstufige Rauchgasreinigung sorgt für niedrigste Emissionswerte, die etwa bei Staub um 90% unter dem erlaubten Grenzwert liegen. Der Wert bei Schwefeldioxid (SO2) wird sogar um 95% unterschritten. Durch eine Kraftwärmekopplung liegt der Wirkungsgrad der Anlage bei hohen 76%.
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Stadträtin Ulli Sima
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Klimaschutz mit Biomüll
Auch bei der Verwertung von Bioabfällen gibt es Neuerungen. Ab November 2006 dürfen Küchenabfälle - vor allem aus Großküchen - nicht mehr an Tiere verfüttert werden. Für die neue Biogas Wien bleiben diese Abfälle aber ein idealer "Rohstoff".
Daher werden in der Biogas Wien in der ersten Ausbaustufe 10.000 Tonnen Abfälle aus Biotonnen und 7.000 Tonnen Speisereste, hauptsächlich aus Wiener Großküchen, zu wertvoller Energie verarbeitet. Das entspricht in der ersten Ausbaustufe der Erzeugung von etwa 11,2 Gigawattstunden (Gwh) Biogas jährlich und hilft rund 3.000 Tonnen Kohlendioxid (CO2) pro Jahr einzusparen. Die Anlage kann auf eine Jahreskapazität von 34.000 Tonnen ausgebaut werden. 600 Wiener Haushalte können dann mit Fernwärme versorgt werden.
Studie: Moderne Müllverwertung reduziert Treibhausgas-Emissionen
Der Weg der Stadt Wien einer modernen, umweltgerechten Abfallentsorgung wird auch durch Wissenschafter bestätigt. So ergab zuletzt eine Studie der "Gesellschaft für umfassende Analysen - GUA", dass sowohl die Verbrennung von Restmüll mit Fernwärmenutzung als auch die getrennte Sammlung von Bioabfällen sowie deren Kompostierung aktiv zum Klimaschutz beitrage. In Wien würden dadurch jährlich an die 780.000 Tonnen CO2-Abgase eingespart werden, so die Studie. Bis 2010 könnte der Erfolg noch um weitere 9% verbessert werden. Wiens Umweltstadträtin Ulli Sima sagte, die Gesamtreduktion betrage in Wien bereits seit 1990 rund 25%.
Die Studie wurde von der "Gesellschaft für umfassende Analysen - GUA" erstellt.
Auch bei der Verwertung von Bioabfällen gibt es Neuerungen. Ab November 2006 dürfen Küchenabfälle - vor allem aus Großküchen - nicht mehr an Tiere verfüttert werden. Für die neue Biogas Wien bleiben diese Abfälle aber ein idealer "Rohstoff".
Daher werden in der Biogas Wien in der ersten Ausbaustufe 10.000 Tonnen Abfälle aus Biotonnen und 7.000 Tonnen Speisereste, hauptsächlich aus Wiener Großküchen, zu wertvoller Energie verarbeitet. Das entspricht in der ersten Ausbaustufe der Erzeugung von etwa 11,2 Gigawattstunden (Gwh) Biogas jährlich und hilft rund 3.000 Tonnen Kohlendioxid (CO2) pro Jahr einzusparen. Die Anlage kann auf eine Jahreskapazität von 34.000 Tonnen ausgebaut werden. 600 Wiener Haushalte können dann mit Fernwärme versorgt werden.
Studie: Moderne Müllverwertung reduziert Treibhausgas-Emissionen
Der Weg der Stadt Wien einer modernen, umweltgerechten Abfallentsorgung wird auch durch Wissenschafter bestätigt. So ergab zuletzt eine Studie der "Gesellschaft für umfassende Analysen - GUA", dass sowohl die Verbrennung von Restmüll mit Fernwärmenutzung als auch die getrennte Sammlung von Bioabfällen sowie deren Kompostierung aktiv zum Klimaschutz beitrage. In Wien würden dadurch jährlich an die 780.000 Tonnen CO2-Abgase eingespart werden, so die Studie. Bis 2010 könnte der Erfolg noch um weitere 9% verbessert werden. Wiens Umweltstadträtin Ulli Sima sagte, die Gesamtreduktion betrage in Wien bereits seit 1990 rund 25%.
Die Studie wurde von der "Gesellschaft für umfassende Analysen - GUA" erstellt.

